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Hier finden Sie weiterführende Links und Downloads über die Themen Atemwege, Asthma und COPD.
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Hier finden Sie die Presseinformationen aus der Veranstaltungsreihe P-Air.
Die Presseveranstaltungen finden mehrmals pro Jahr statt und befassen sich mit den Themen Atemwege, Asthma und COPD.
Compliance
Expertenbeitrag:
Frau Dr. Ilona Feichtinger
Fachärztin für Lungenheilkunde
Was ist Compliance?
In der Medizin versteht man unter Patienten-Compliance die Bereitschaft oder Fähigkeit eines Erkrankten, an seiner Genesung aktiv mitzuwirken.
Bei COPD und Asthma umfasst die Compliance zum Ersten die genaue Medikamenteneinnahme. Dazu gehört das Wissen um die Wirkung und die richtige Handhabung der meist inhalativen Medikamente. In der Regel wird gemeinsam mit dem behandelnden Arzt ein Notfallplan erarbeitet, der helfen soll, akute Schübe schneller in den Griff zu bekommen.
Zum zweiten sind sogenannte "lifestyle" Änderungen erforderlich, um seine Erkrankung positiv zu beeinflussen. Dazu gehört das Aufhören mit dem Rauchen genauso wie die Entfernung von Allergieauslösern aus der unmittelbaren Umgebung. Regelmäßige körperliche Bewegung mit Ausdauer- und Krafttraining hilft ebenso den Krankheitsverlauf zu verbessern.
Warum kann Compliance manchmal schwierig sein?
Mit der Dauer einer Erkrankung wird das Wissen um diese meist größer, aber der Umgang damit oft legerer. Es schleicht sich ein gewisser Schlendrian ein. "Eigentlich geht es mir gar nicht so schlecht. Ich fühle mich nicht krank!"
Der häufigste Fehler ist leider, dass Medikamente, die gut geholfen haben, abgesetzt werden. Chronische Erkrankungen, wie Asthma bronchiale oder COPD, bedürfen in der Regel einer Basistherapie, welche ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt nicht abgesetzt werden sollte. Die Folge ist ein deutlich vermehrter Gebrauch der Bedarfsmedikamente, welche zwar subjektiv das Gefühl einer "schnellen Hilfe" vermitteln, aber langfristig eine Verschlechterung der Lungenfunktion und damit der Leistungsfähigkeit des Erkrankten nicht verhindern können.
Nicht zuletzt wird der "vernünftige Lebenswandel" immer wieder auf die Probe gestellt. Verführungen gibt es immer wieder und die guten Vorsätze sind schnell vergessen.
All diese Dinge verschlechtern Compliance.
Was vermag eine gute Compliance zu bewirken?
Beim Asthma bronchiale schaffen wir mit einer regelmäßigen Therapie nicht nur Beschwerdenfreiheit, sondern bei rechtzeitigem Beginn die Erhaltung einer normalen Lungenfunktion bis ins hohe Alter. Das bedeutet ein normales Leben, ob im Beruf oder im Privatleben - keine vermehrten Krankenstände oder Fehlstunden in der Schule. Sport, sogar Spitzensport, ist möglich. Welche Sportart für den Einzelnen die Richtige ist, wird der behandelnde Arzt gerne besprechen.
Die COPD wird meist in einem relativ späten Stadium als solche Erkrankung erkannt. Somit kann man sagen, je früher die Diagnose und Therapie beginnen, umso besser ist der Erfolg. Zur guten Compliance zählt somit auch der Gang zur Gesundenuntersuchung und die Durchführung einer Lungenfunktion ab dem 40. Lebensjahr.
Das angestrebte Ziel bei der Behandlung einer neu erkannten COPD ist, das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen und die altersentsprechende körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten. Konsequente Medikamenteneinnahme, Rauchstopp, die Einhaltung eines Notfallplanes und regelmäßiges körperliches Training helfen, die Beschwerden zu minimieren. Gute Patienten-Compliance hilft somit, schwere Schübe und damit ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.
Eine gute Patienten-Compliance bewirkt somit die optimale Umsetzung der von ihrem Arzt verordneten Therapie. Denn die besten und teuersten Mittel helfen nur, wenn sie auch richtig und konsequent eingenommen werden.


