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Hier finden Sie weiterführende Links und Downloads über die Themen Atemwege, Asthma und COPD.

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Hier finden Sie die Presseinformationen aus der Veranstaltungsreihe P-Air.
Die Presseveranstaltungen finden mehrmals pro Jahr statt und befassen sich mit den Themen Atemwege, Asthma und COPD.

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Physiologie der oberen Atemwege

Die Nasenhaupthöhle und die Nasennebenhöhlen

Nasenhaupthöhle und Nasennebenhöhle sind der erste Raum der Luft beim Einatmen und dementsprechend werden in diesem Abschnitt die ersten Kontakte mit der Welt außen – außerhalb des Körpers gemacht. In der Riechspalte der Nase liegt das Sinnesepithel des Riechorgans aber auch die gesamte Schleimhaut von Nase und Nasennebenhöhle hat neben der Aufgabe einer Befeuchtung und Vorwärmung der Atemluft, die Aufgabe einem immunologischen Primärkontakt mit der Umwelt zu bewirken. Dieser immunologische Primärkontakt kommt besonders dann zum Tragen wenn die Immunantwort unphysiologisch abläuft wie z.B. im Rahmen einer Allergie. Um die durch die Atemluft in die Nasenschleimhaut und den darauf befindlichen Biofilm beförderten Partikel zu beseitigen wir der Schleim nicht vor Ort erneuert, sondern die Flimmerhärchen des Epithels befördern den Schleim in jeweils entwicklungsgeschichtlich streng vorgegebenen Wegen ab, bis das Nasensekret über den Rachen verschluckt und auf diesem Weg recycelt wird. Insgesamt produzieren Nase und Nasennebenhöhlen einen halben Liter Schleim der unmerklich geschluckt wird. Erst eine gesteigerte Schleimmenge bedingt ein lästiges und auffälliges Abschlucken (genannt postnasal drip) wie z.B. im Rahmen von chronischen Entzündungen.

Der Rachen

Im Nasenrachen wurde zum Zwecke einer Abwehr von z.B. Keimen die Schleimhaut mit einem lymphatischen Gewebe durchsetzt. Dieser Bezirk heißt in der Umgangssprache Rachenpolypen und in der medizinischen Fachsprache Adenoide. Die Adenoide sind somit eine sinnvolle Einrichtung im Rahmen der Abwehr und erst bei einer mechanischen Obstruktion von Chonen oder Paukenröhre bekommen sie einen Krankheitswert. Die in den Lymphfollikeln der Adenoide gebildeten Immunglobuline und Lymphozyten sind somit im Bereich der oberen Atemwege eine wichtige Barriere und Ersterkennungsstation.

Der Kehlkopf

Wie bereits oben erwähnt ist die primäre Aufgabe die Sicherung der Atemweg und das Verhindern des Eintretens von Nahrung in die unteren Atemwege. Die Stimmgebung ist eine sekundäre Aufgabe des Kehlkopfes und ist erst durch das Zusammenspiel mit den Strukturen des Ansatzrohres und der Artikulation Teil des expressiven Schenkels der verbalen Kommunikation. Da am Kehlkopf bei der Stimmgebung u. a. mechanische Belastungen der Schleimhaut auftreten, reagiert diese Schleimhaut auf Noxen wie z.B. Zigarettenrauch besonders empfindlich. Chronische Überbelastungen der Stimme führen als Beispiel zu Veränderungen der Stimmlippe (siehe Sängerknötchen oder Schreiknötchen) aber auch die chronische Exposition auf Rauch bewirkt eine chronische Schleimhautentzündung mit einer Verdickung des Epithels und im schlimmsten Fall mit einer bösartigen Entartung des Gewebes.


Insgesamt ist die Schleimhaut des Kehlkopfes ca. 100mal empfindliches auf Noxen verglichen mit der Schleimhaut der Speiseröhre. Dieser Umstand erklärt auch warum die Kehlkopfschleimhaut auf Einwirkungen des Magensaftes (LPR: Laryngopharyngealer Reflux) mit einer langanhaltenden Entzündung reagiert.