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Hier finden Sie weiterführende Links und Downloads über die Themen Atemwege, Asthma und COPD.

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Hier finden Sie die Presseinformationen aus der Veranstaltungsreihe P-Air.
Die Presseveranstaltungen finden mehrmals pro Jahr statt und befassen sich mit den Themen Atemwege, Asthma und COPD.

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Diagnose COPD

Der ernährungstherapeutische Ansatz muss sich dahin richten, dass COPD nicht eine lokale Erkrankung der Lunge ist, sondern eine Erkrankung mit Systembeteiligung darstellt:
Hoher Energiebedarf mit Muskelabbau, chronische Entzündungsprozesse, hoher oxidativer Stress, Osteoporose und entzündliche Erkrankungen des Magen-Darmtraktes sind Symptome, die ineinander greifen und den Krankheitsverlauf der COPD negativ beeinflussen.

COPD zeichnet sich NICHT durch ein einheitliches Erkrankungsbild aus.
Eisner et al. (Eisner MD. Resp. Res 2007:8:7) schlussfolgert aus seiner Untersuchung, dass 3% der Patienten bei einem BMI von < 18,5 bedingt durch den progredienten Verlauf der COPD deutlich untergewichtig sind und nur 24% normalgewichtig (BMI 18,5 – 24,9). Allerdings haben 53% der COPD-Patienten einen Bodymassindex von > 30, das heißt diese Patienten sind schwer übergewichtig.

Eine einheitliche Diät ist daher nicht möglich. Neben COPD spezifischen Charakteristika kann ein einheitliches ernährungsmedizinisches Therapieschemata durch das individuelle Auftreten von Begleiterkrankungen unmöglich gemacht werden.

Der Schweregrad der Grunderkrankung (Stufenplan nach GOLD), Grad des Über- und Untergewichts und Körperzusammensetzung, COPD spezifische Parameter, latente und manifeste Begleiterkrankungen sind daher individuell ernährungstherapeutisch  zu erfassen.

Fallbeispiele

Fall 1

Patientin: weiblich COPD IV, Langzeitsauerstofftherapie
BMI 18, stark ausgeprägte Muskelathropie, Osteoporose, Appetitlosigkeit, bettlägerig

Ernährungsmedizinische Therapieziele

Verbesserung der Lebensqualität durch

  • Sicherstellung des ermittelten Bedarfes an Nährstoffen und Energie
  • Gewichtszunahme
  • Zunahme der Muskelmasse
  • Verbesserung der anitoxidativen Kapazität
  • Verbesserung des Vitamin – und Mineralstatus
  • Erhöhung der Calzium und Vitamin D Zufuhr
  • Stärkung der Immunabwehr
  • Verbesserung des Appetits
  • Optimierung der oralen Aufnahme in Hinblick Menge, Textur und Häufigkeit/24h

Fall 2

Patient: männlich, Raucher, COPD II, BMI 33, metabolisches Syndrom (Fettstoffwechselstörung, Hypertonie), Schlafapnoesyndrom, gastroösophagealer Reflux

Ernährungsmedizinische Therapieziele

  • Sicherstellung des ermittelten Bedarfes an Nährstoffen und Energie
  • Gewichtsabnahme auf BMI 30
  • Reduktion des Bauchumfangs
  • Zunahme der Muskelmasse
  • Reduktion der Fettgesamtzufuhr und kristalliner Zucker
  • Verbesserung des Fettsäurenmuster zu Gunsten von einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren
  • Fett, bläh- und röststoffarme Kost, Getränke ohne Kohlensäure
  • Verbesserung der anitoxidativen Kapazität
  • Verbesserung des Vitamin– und Mineralstatus
  • Stärkung der Immunabwehr
  • Regulation des Appetits
  • Motivation zur Physiotherapie (Ausdauer- Kraft, Atemmuskeltraining)
  • Optimierung der Abendmahlzeit in Hinblick der Menge und der Zusammensetzung

Zu beachten ist, dass die ernährungsmedizinische Effizienz, wie bei vielen chronischen progredienten Erkrankungen abhängig vom Therapiebeginn ist.