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Hier finden Sie weiterführende Links und Downloads über die Themen Atemwege, Asthma und COPD.

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Hier finden Sie die Presseinformationen aus der Veranstaltungsreihe P-Air.
Die Presseveranstaltungen finden mehrmals pro Jahr statt und befassen sich mit den Themen Atemwege, Asthma und COPD.

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Diagnose

Finden sich bei Erhebung der Vorgeschichte Hinweise auf eine Hausstaubmilbenallergie, so ist der nächste diagnostische Schritt der Haut-Pricktest.

Abbildung des Haut-Pricktests
Haut-Pricktest

Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Einfluss von antihistaminisch bzw. antiallergisch wirkenden Medikamenten den Hauttest abschwächen bzw. negativ ausfallen lassen kann. In diese Gruppe zählen auch Antidepressiva, Beruhigungs- und Schlafmittel wie auch Immunsuppressiva (Kortisonpräparatee etc). Ist ein Absetzen nicht möglich, kann durch Bestimmung der spezifischen IgE-Antikörper der Nachweis versucht werden.

Bei negativem Ausfall trotz typischer Symptomatik ist daran zu bedenken, dass auch andere „Indoor“-Allergene wie z.B. Tierhaare und –federn, Schimmelpilzsporen oder Vorratsmilben für die allergischen Beschwerden verantwortlich sein können.

Abbildung möglicher anderer Allergene
Mögliche andere Allergene

Vorratsmilben sind kaum bis nicht verwandt mit den Hausstaubmilben und reagieren im Pricktest demnach auch nicht positiv auf das Hausstaubmilbenallergen. Die häufigsten Vertreter sind Acarus siro, Lepidoglyphus destructor, Tyrophagus putrescentiae, Euroglyphus maynei und Glycophagus domesticus. Grundsätzlich bewohnen sie nicht dieselben „Ökonieschen“ sondern finden sich vorrangig in landwirtschaftlich genutzen Räumen, in Tierställen und Getreidespeichern. Häufig werden sie mit der Kleidung und mit den Schuhen in den Wohnbereich eingeschleppt und teilen so ihren Lebensraum fortan mit den Hausstaubmilben. Sie sind regelmäßig in mit Heu, Spreu oder Sägemehl gefüllten Käfigen und in Bereichen gelagerter Nahrungsmittel anzutreffen, sodass sie nicht nur mehr im landschaftlichen sondern auch im städtischen Bereich von allergologischer Bedeutung sind.

Die Lebenszeit der Vorratsmilben liegt deutlich unter jener der Hausstaubmilben, doch beträgt dafür ihre Fortpflanzungsgeschwindigkeit das 3 bis 7-Fache ihrer weitschichtigen Verwandten, zudem weisen sie bei ungünstigen Lebensbedingungen eine höhere Widerstandsfähigkeit auf.

Der Nachweis einer Sensibilisierung erfolgt ebenfalls durch den Pricktest, doch sind nicht für alle Vorratsmilben Testsubstanzen erhältlich. Aus diesem Grund ist eine Bestimmung der spezifischen IgE-Antikörper aus dem Serum notwendig.

Umfangreiche Studien zeigten, dass der Grad der bronchialen Übereimpfindlichkeit (Hyperreaktivität) umso höher ist, je größer die Hausstaubmilbenbelastung ist. Dabei ist zu bedenken, dass über ein Drittel der Personen mit Allergien der oberen Atemwege im Laufe der Jahre eine Etagenausweitung zum Asthma bronchiale erleidet. Der erste Schritt dazu ist die Zunahme der bronchialen Überempfindlichkeit.

Aus diesem Grund kommt der Primärprävention durch Reduktion der Hausstaubmilben im Wohnbereich allergrößte Bedeutung zu. Leider bestätigten Untersuchungen, dass 40 bis 50 % der betroffenen Allergiker dennoch keine Hausstaubmilbensanierung durchgeführt haben.

Manche Personen zeigen im Allergietest eine positive Reaktion auf Hausstaubmilben, haben aber anamnestisch keine Beschwerden. In diesem Fall besteht eine „subklinische Sensibilisierung“ ohne Symptome an den Erfolgsorganen. Umfangreiche Studien haben bewiesen, daß auch hier, besonders bei Kindern, eine Hausstaubmilbensanierung - zumindest des Bettenbereiches - die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs der Allergie deutlich herabsetzt.

Einzelfälle zeigten bei Personen ohne klassische Asthmasymptomatik einen COPD-artigen Verlauf mit allmählich zunehmender Einschränkung der Lungenfunktion und nur geringer Verbesserung auf inhalative bronchialerweiternde Medikamente. Positiver Hauttest, unspezifische und allergenspezifische bronchiale Provokationen mit Hausstaubmilbenallergen beweisen die direkte Beziehung zwischen der „schleichenden“ bronchialen Obstruktion und dem Allergen, wobei das „Remodelling“ der Bronchialwände (narbiger Umbau der Bronchien mit Einengung der Bronchialweite im Rahmen der allergischen Entzündung) die Ursache für die persistierende Lungenfunktionseinschränkung sein könnte.