Online Services

Atemwege.at wird laufend erweitert und aktualisiert. Wir informieren Sie gerne per E-Mail, wenn es neue Services, Informationen und Termine gibt.

 

____________________________

 

Hier finden Sie weiterführende Links und Downloads über die Themen Atemwege, Asthma und COPD.

Zu den Links und Downloads

 

____________________________

 

Hier finden Sie die Presseinformationen aus der Veranstaltungsreihe P-Air.
Die Presseveranstaltungen finden mehrmals pro Jahr statt und befassen sich mit den Themen Atemwege, Asthma und COPD.

Zu den Presseinformationen


Sanierungsmaßnahmen

Mit dem Wissen um die Ökologie der Hausstaubmilben kann man viele sinnvolle Sanierungsmaßnahmen ableiten. Aus diesem Grund soll auf die Lebensweise der kleinen „Haustierchen“ näher eingegangen werden:
Klein und lichtscheu vermehren sich die Milben am besten bei mäßiger Temperatur von 25 bis 32° C und einer Luftfeuchtigkeit von 75 bis 80 %, doch sind unsere kleinen Mitbewohner nicht wählerisch: sie halten Temperaturen bis zu + 50°C über 4 Stunden und bis + 60°C über 1 Stunde aus. Auch klirrende Kälte bis - 25°C wird für einige Stunden toleriert. Nur in der Wahl der Luftfeuchtigkeit sind sie empfindlich. Unter 60 % finden sie keine rechte Freude daran, sich zu vermehren, liegt doch der Anteil ihres Körperwassers bei rund 80 %. Dieses wird durch die Aufnahme von Wasser aus der Umgebungsluft über die Körperoberfläche aufrechterhalten und ist auch Grund für die saisonal unterschiedliche Allergenbelastung.

Mit Beginn der warmen und feuchten Witterung im Frühsommer bis Herbst schlüpfen die meisten Tierchen aus den in den Tiefen der Matratze, des Kopfkissens oder des Teppichs abgelegten Eiern. Obwohl viele Hausstaubmilben mit Beginn der Heizperiode im Herbst durch die niedrige Luftfeuchtigkeit absterben, erreichen die allergischen Beschwerden dann ihren Höhepunkt, weil sich jetzt die maximale Menge von eingetrockneten und zerfallenden Exkrementen und toten Milben angesammelt hat.

Auch das Staubsaugen mit den üblichen Geräten bringt keine wesentliche Abhilfe. Der feinste Staub wandert durch das Filter und verteilt sich erst recht in der Raumluft, sodass die Beschwerden noch verstärkt werden. Die Hausstaubmilben klammern sich mit ihren Beinen so kräftig an die Textilfasern, dass nicht einmal der stärkste Klopfstaubsauger fähig ist, sie aus ihren Verstecken herauszureißen. Zudem befindet sich der größte Teil der Hausstaubmilben im Bett und nicht im Teppich.

Untersuchungen zeigten, dass die Bearbeitung eines(!) Quadratmeters Teppichboden mit guten Klopfstaubsaugern über 2(!) Stunden zu einer Reduktion der Hausstaubmilbenzahl auf die Hälfte führte. Andererseits bewirkt die Abluft aus den Geräten trotz Spezialfilter (z.B. Hepa-Filter) eine verstärkte Luftkonvektion, sodass der im Raum abgelagerte Staub in die Luft geschleudert wird und so wiederum der Absaugung entgeht. Lediglich zentrale Staubsaugeranlagen verhindern die Luftkonvektion.

Wenn auch mit allen zur Verfügung stehenden Maßnahmen die Milben nicht auszurotten sind, so führt schon allein eine Dezimierung der Milben zu einer deutlichen Besserung der allergischen Beschwerden.

Seit geraumer Zeit sind Raumsprays und Schaumreiniger im Handel, welche (auf die Polstermöbel aufgetragen und nach einer bestimmten Einwirkzeit wieder abgesaugt) die Anzahl der oberflächlich erreichbaren Milben für einige Monate dezimieren. Sie enthalten Benzylbenzoat, das die Milben vernichtet, und Tanninsäure, welche die eiweißhaltigen Allergene denaturiert.

Spezielle Testsets, mit denen man durch einen Farbtest auf Guaninbasis Staubproben auf ihren Gehalt an Milbenexkrementen untersuchen kann, zeigen, wann diese (relativ teure) Prozedur zu wiederholen ist. Zudem ist sie nur eingeschränkt anwendbar (z.B. Sitzmöbel, Teppichböden, jedoch nicht Bettwäsche oder Kopfkissen).

Auf lange Zeit gesehen günstiger und vor allem viel wirksamer ist doch eine möglichst umfassende Wohnraumsanierung. Allem voran steht die sinnvolle "Behandlung" des Schlafzimmers, ist doch das Bett der weitaus bevorzugteste Aufenthaltsort der Hausstaubmilben.

Dabei ist nicht das Material der Matratze, der Decke oder des Kopfkissens ausschlaggebend, sondern die für die Hausstaubmilben überaus günstigen Lebensbedingungen. Körperwärme und nächtliches Schwitzen führen zu einem Mikroklima von 25 bis 30°C und einer Feuchtigkeit bis zu 80 %. Zudem finden sich ausreichend viele Hautschuppen und Haare, um Millionen von Hausstaubmilben ernähren zu können. Permanent besteht ein reger „Milbentourismus“ von der Bettoberfläche in die Tiefe der Matratze, der Decke und des Kopfkissens, um die ca. 300 Eier im 3 bis 4-monatigen Leben eines Hausstaubmilbenweibchens in der warmen, feuchten und dunklen Tiefe des Gewebes ablegen zu können. Besonders beliebt als Unterschlupf sind auch die Nähte der Textilien.

  • Glatte Kunststoffüberzüge (sogenanntes Encasings) - vollständig über die Matratze gezogen - sind ein sehr wirksames Mittel zur Milbenbekämpfung. Die billigste, jedoch nicht optimale Lösung (weil nicht atmungsaktiv) ist das Einschlagen der Matratze in eine (nicht „raschelnde“) Plastikfolie; zwei Leintücher darüber (um nächtliches Schwitzen zu verhindern) erhöhen die Schlafqualität. Überzüge aus feinst gewebtem Synthetikmaterial z.B. aus Goretex und ähnlichen atmungsaktiven Materialien mit speziellem, dichtem Zippverschluß in standardisierten Größen und Sondergrößen sind die elegantere Lösung und im Fachhandel erhältlich, Plastikfolien gibt es in Baumärkten usw. Sie sollen verhindern, dass Milben und Milbenkot nicht an die Oberfläche des Bettes treten und eingeatmet werden können. Selbstverständlich gelten im Falle von Doppelbetten sämtliche Sanierungsmaßnahmen immer für beide Betten.
  • 10 Jahre alte Matratzen  wiesen in Untersuchungen bis zu 13-mal mehr Hausstaubmilben-Allergen auf als neue Matratzen, daher ist der Austausch alter Matratzen im Rahmen einer umfangreichen Hausstaubmilbensanierung zu überlegen. Rosshaar-, Kapok- oder Seegrasmatratzen, Matratzen aus "biologischen" Materialien oder Federkernmatratzen sollten Schaumstoffmatratzen mit glatten Oberflächen weichen (doch sollten diese nicht mit dem Staubsauger bearbeitet werden - verschiedene Kunststoffe laden sich elektrostatisch auf und ziehen den Staub dadurch erst recht an).
    Zu beachten ist aber, daß „antiallergene“ Schaumstoffmatratzen nicht dadurch „antiallergen“ sind, weil sie nicht am Speiseplan der Hausstaubmilben stehen, sondern, daß sie leichter zu reinigen sind. Dennoch werden die Matratzen ohne geeigneten, dicht gewobenen Überzug in kurzer Zeit wieder mit Milben besiedelt. Leicht zu reinigende Baumwollüberzüge sind keine Lösung, da sie keine Barriere für die Hausstaubmilben darstellen.
  • Auch Personen mit Latexallergie können die Vorzüge von Latexmatratzen genießen, zumal diese durch die Encasings hermetisch abgeschlossen sind und die Inhalation von Latexstaub oder der direkte Hautkontakt durch das sehr feingewobene Material und die darüber liegenden Leintücher kaum möglich ist.
  • In letzter Zeit kamen auch vollständig zerlegbare und mit 60°C waschbare Federkernmatratzen auf den Markt. Die monatlich notwendige Reinigung ist jedoch mit großem Arbeitsaufwand verbunden.
  • Die Bearbeitung von Matratzen mit Dampfstrahlreinigern ist zwecklos, da die äußerst widerstandsfähigen Haussstaubmilben und deren Eier und Larven in der Tiefe der Gewebe bzw. Schaumstoffmatratzen nicht zerstört werden. Die Erzeugung eines feuchten und warmen Mikroklimas begünstigt eventuell sogar das Überleben der Milben im Inneren der Matratzen.
  • Wichtig ist der häufige Wechsel der Bettwäsche (möglichst wöchentlich), wobei Gewebe wie Frottee oder Seide überhaupt gemieden werden sollten. Ideal ist strapazierfähige Baumwollbettwäsche, die das regelmäßige Waschen mit mindestens 60°C klaglos übersteht.
  • Daunen- oder Schafwolldecken und Daunenkissen sollten gegen Decken, Bezüge und Kissen aus synthetischen Geweben mit ebensolchen Füllungen gewechselt werden. Decke und Polster sollten mindestens alle 4 Wochen mit 60°C gewaschen werden, da der Fortpflanzungszyklus der Milben ebenfalls etwa 4 - 6 Wochen beträgt und ein längeres Hinausschieben des Waschtages trotz aller anderen Bemühungen wieder zu einer unweigerlichen Vermehrung der Hausstaubmilben führt.
  • Wäsche, die ein Waschen bei Temperaturen von 60°C nicht zulässt, kann auch mit einem speziellen Waschmittelzusatz gegen Hausstaubmilben bei  40-50 ° C gewaschen werden.
  • Auch die Körperwäsche ist ein idealer Wohnbereich für Hausstaubmilben. Daher sollte die Wäsche öfters gewechselt werden und auch zumindest bei 40 – 50°C waschbar sein.
  • Besonders wichtig ist das Abwischen der Matratzenüberzüge (Encasings) beim Wechseln der Bettwäsche mit einem feuchten Einmaltuch. Man würde staunen, wieviele Tausende von Milben man "auf einen Streich erwischt". Encasings sollten nur 3- bis 4-mal pro Jahr gewaschen werden, um die Dichtheit nicht zu verlieren.
  • Teppiche, besonders Spannteppiche und Bettvorleger, Bettüberwurfdecken, Zierpolster, schwere Gardinen und Stores sollten gemieden werden. Sie sind schwer zu reinigende Staubfänger.
  • Das Bett sollte jeden Tag aufgeschlagen und das Bettzeug gut gelüftet werden, damit deren rasche Trocknung den Hausstaubmilben die Freude an der Vermehrung nimmt. An warmen, sonnigen oder trockenen, klaren Wintertagen ist das Lüften bei offenem Fenster noch effektiver, um die Feuchtigkeit der Raumluft bzw. der Bettwäsche rasch zu reduzieren. Nebelige oder regnerische Tage sind aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit nicht geeignet, der Bettwäsche die Feuchtigkeit der nächtlichen Transpiration zu nehmen.
  • Kuscheltiere sind die häufigsten Verursacher allergischer Beschwerden bei Kindern. Mit einigen Tricks kann man sie den Kindern erhalten und dadurch Tränen verhindern (dasselbe gilt auch für Zierpolster)
  • Man stecke die Kuscheltiere in Plastiksäcke und lege diese über Nacht in die Tiefkühltruhe (Einstellung -25°C Tiefgefrieren) und sauge sie tags darauf gründlich ab, um den allergen wirkenden Kot der Hausstaubmilben zu entfernen. Die Gefriermethode ist meist bekannt, doch in der Praxis kaum durchführbar. Meist ist die Kühltruhe ohnehin bis zum Deckel voll.
  • Eine billige, jedoch nicht ganz ungefährliche Methode ist das "Backen" des Stofftieres oder des Kuschelpolsters im Backrohr für 1 Stunde bei ca. 50 - 60°C und die Nachbehandlung wie bei der Tiefkühltechnik. Doch achte man auf die richtige Temperatur (höhere Temperaturen können den geliebten Stoffliebling zum Rauchen bringen)! Nur jene Stofftiere sind für diese „Rosskur“ geeignet, die auch bei mindestens 60°C waschbar sind.
  • Die eleganteste und weitaus praxisfreundlichste Methode ist jedoch, die Hausstaubmilbe an ihrer größten Schwachstelle zu erwischen – an der Empfindlichkeit gegen Lufttrockenheit: Man stecke Polster, Decke, Stofftier etc. in trockenem Zustand in den Wäschetrockner bei 60°C für rund eine Stunde (Einstellung - Extratrocken). Die sehr trockene Luft entzieht binnen kurzer Zeit den Hausstaubmilben die lebensnotwendige Körperflüssigkeit und zerstört sie mit Sicherheit auch im Zentrum der zu reinigenden Utensilien. Zudem wird der Kot getrocknet, zerstäubt und durch die Luftzirkulation im Wäschetrockner aus dem Textilgewebe entfernt. Es sollte jedoch nicht vergessen werden, das Flusensieb vorsichtig im Freien zu reinigen, hier befinden sich Unmengen von verendeten Hausstaubmilben und deren Kotpartikel.
  • Dieser Vorgang sollte mindestens alle 4 Wochen wiederholt werden!
  • Die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung, besonders aber des Schlafzimmers sollte nicht über 50% liegen, die Temperatur im Schlafzimmers nicht über 20°C (ideal 18°C). Höhere Zimmertemperatur unterstützt das Fortpflanzungsbedürfnis der Milben.
  • Generell sollten Luftbefeuchter aller Art vermieden werden. Sie fördern die Vermehrung von Hausstaubmilben und das Wachstum von Schimmelpilzen.
  • Hausstaubmilben finden sich auch in der Kleidung. Daher sollten Straßenkleidung und Schuhe wie auch nicht benötigte Kleidungsstücke nie im Schlafzimmer frei herum liegen.
  • Ideal im Schlafraum sind Möbel mit glatten, feucht abwischbaren Oberflächen.
  • Fußböden sollten fugenlos verlegt sein, geeignet sind Parkett-, glatte Kunststoff- oder Fliesenböden. Das feuchte Aufwischen bindet den Staub ohne Verwirbelung und sollte der Reinigung mit dem Staubsauger unbedingt vorgezogen werden.
  • Filter von Belüftungs- und Klimaanlagen sollten häufig ausgetauscht werden.
  • Steht man vor dem Ankauf einer neuen Sitzgruppe im Wohnzimmer, so sollte der "Ledergarnitur" der Vorzug gegeben werden. Doch besitzt man eine Stoffsitzgruppe, von der man sich nicht trennen möchte, so kann eine Behandlung mit den vorhin beschriebenen Raumsprays oder Schaumreinigern versucht werden. Ihre Wirkung hält immerhin einige Monate an.
  • Kästen und Schränke sollten der Reinigung mit dem Staubsauger - besser mit dem feuchten Tuch - möglichst gut zugänglich sein, besonders gilt dies für den Bereich unter dem Bett.
  • Hausstaubmilbenallergiker sollten Reinigungsarbeiten wie Staubsaugen, Teppichklopfen etc. meiden, ebenso Dachbodenentrümpelungen und den berühmten Osterputz - was gerade bei hausstaubmilbenallergischen Hausfrauen Probleme bereitet. In diesem Fall helfen während dieser Arbeiten ein Tuch über den Haaren und eine gute Staubmaske vor Mund und Nase.
  • Bücher verwahre man am besten in Regalen hinter Holz- oder Glastüren, sie sind ideale Staubfänger und benötigen viel Zeit zur Reinigung.
  • Haustiere bergen in ihren Haaren große Mengen von Hausstaubmilben. Sie sind auch der Grund, dass sanierte Räume rasch wieder von den Milben rückerobert werden. Außerdem sind Körbchen und Plätzchen der Haustiere ebenfalls ideale Brutstätten für die Hausstaubmilben.
  • Pflanzen sollten besonders im Schlafzimmer gemieden werden. Ihre Blätter bieten durch ihre große Oberfläche Ablagerungsmöglichkeit für Unmengen von Staub und letztendlich ist die feuchte Erde bzw. der Lecaton der Hydrokultur Keimboden für verschiedenste Schimmelpilze, auf die man sich als Allergiker ebenfalls sensibilisieren kann. Außerdem benötigen Hausstaubmilben bestimmte Schimmelpilze zu ihrer Verdauung.
  • Textiltapeten, Wandteppiche oder Tierfelle und unnötige Polstermöbel sollten im Kampf gegen die Hausstaubmilbe dann weichen, wenn die übrigen Sanierungsmaßnahmen bisher noch nicht gegriffen haben. Um aber kostenaufwändige Sanierungsmaßnahmen nicht unnötig durchzuführen, sollte zuvor eine nochmalige Evaluierung der Allergie durch Pricktest, bei Verdacht auf Schimmelpilzallergie durch Intrakutantest erfolgen. Im Zweifelsfall gibt eine allergenspezifische Provokation Gewissheit.
  • Als Urlaubsziel des Hausstaubmilbenallergikers eignen sich besonders Aufenthalte in Wüstengegenden oder in Regionen über 1.200 bis 1.500 m Seehöhe - diese Höhenlagen sind wegen der dort herrschenden klimatischen Bedingungen mit ganzjähriger geringer absoluter Luftfeuchtigkeit, niedriger Temperatur und langen Heizperioden in den Häusern für Hausstaubmilben wenig geeignet.
  • Hotelzimmer sind meist mit Spannteppichen ausgelegt und die Matratzen jahrelang im unermüdlichen Dauereinsatz, sodass es auch nicht verwunderlich ist, wenn sich die Hausstaubmilbenallergie gerade im Urlaub zurückmeldet. Daher ist es empfehlenswert, sich bei der Zimmerbuchung zu erkundigen, ob es auch Zimmer mit glatten Fußböden ohne Teppiche gibt. Außerdem sollte man zumindest 2 Garnituren Plastikfolie zur Umhüllung der Matratzen und Kopfkissen in den Koffer packen und im Hotel auf frisch gewaschene Bettdecken bestehen.
  • Hat man einmal auf die Plastikfolien vergessen, so lindern im Notfall täglich frisch gewaschene Badetücher als Bettauflage und um das Kopfkissen geschlungen. Die Badetücher werden üblicherweise mit 95°C gewaschen und sind daher weitgehend milbenfrei. Schließlich befindet man sich ja stundenlang mit dem Gesicht am Kopfkissen „Haut an Haut“ mit den Hausstaubmilben.
  • Im schlimmsten Fall helfen abends Antihistaminika als Nasenspray, Augentropfen oder Tabletten den Urlaub zu retten.

Erscheinen auch all diese Vorschläge zumindest auf einmal kaum durchführbar, so sollte bei eindeutig nachgewiesenen allergischen Beschwerden auf Hausstaubmilben doch eine möglichst ideale Sanierung angestrebt werden.

Ein Austesten von Hausstaubproben aus verschiedenen Bereichen der Wohnung an der Haut – sogenannte „Eigenstaubtests“, um Rückschlüsse zu erhalten, welche Zimmer saniert werden müssen, ist sinnlos und führt unweigerlich zu unnötig kostenintensiven Sanierungen, besteht doch jeder Hausstaub aus dutzenden verschiedenen Allergenen, welche eine positive Reaktion im Hautpricktest verursachen können.

Studien mit „Hausstaub“ haben gezeigt, daß allergische Reaktionen weitaus häufiger mit Schimmelpilzallergien korrelieren als mit Hausstaubmilbenkot. Fragestellungen, welche Wohnbereiche wirklich saniert gehören, können problemlos mit einem Farbtest-Set, der in jeder Apotheke erhältlich ist, beantwortet werden. Zudem ist zu bedenken, dass sich Hausstaubmilben überraschend schnell wieder verlorenes Terrain zurückerobern.

Alleine eine sinnvolle Sanierung des Wohn- und besonders des Schlafbereiches führt in vielen Fällen schon zur Beschwerdefreiheit. Dabei muss man sich nicht in finanzielle Unkosten stürzen. Das Wissen um die Lebensgewohnheiten der Hausstaubmilben macht einen richtigen Einsatz von Sanierungsmaßnahmen möglich, denn bei weitem ist nicht alles, was im Handel als „anti-allergisch“ angeboten wird, auch notwendig oder sein Geld wert.

Die richtigen Veränderungen des Wohnbereiches (und nicht die aufwändigsten oder teuersten) sind entscheidend für den Hausstaubmilbenallergiker. Nur dann kann er mit Überzeugung behaupten: Nichts ist schöner als die "eigenen vier Wände" genießen zu können.