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Hier finden Sie die Presseinformationen aus der Veranstaltungsreihe P-Air.
Die Presseveranstaltungen finden mehrmals pro Jahr statt und befassen sich mit den Themen Atemwege, Asthma und COPD.

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Pulmonale Rehabilitation

Abbildung Frau Dr. Gerlinde Fasching

Expertenbeitrag:    
Dr. Gerlinde Fasching
Fachärztin für Lungenkrankheiten
Ärztin für Allgemeinmedizin

www.dr-fasching.at

Allgemeines

Definition von Rehabilitation

Rehabilitation umfasst eine Summe von Maßnahmen zur Schaffung bestmöglicher körperlicher, psychischer und sozialer Bedingungen, damit Patienten mit chronischen oder auf ein Akutereignis folgenden Erkrankungen aus eigener Kraft ihren gewohnten Platz in der Gesellschaft (wieder) einnehmen können und durch verbesserte Lebensgewohnheiten das Fortschreiten der Erkrankung verhindert oder beschränkt werden kann. Die Rehabilitationsbedürftigkeit und –fähigkeit sowie Abschätzung der Wirksamkeit mit Beeinflussung der zugrundeliegenden Erkrankung müssen geprüft und nachvollziehbar sein.

Ziel der Rehabilitation

ist es, dass Erkrankte wieder im beruflichen und wirtschaftlichen Leben sowie in der Gemeinschaft einen angemessenen Platz einnehmen können.

Phasenmodell der Rehabilitation

Es werden 4 Phasen der Rehabilitation unterschieden.

  • Die Phase I umfasst physikalisch -therapeutische Einzelmaßnahmen sowie zusätzlich Ergo-, Psychotherapie und Logopädie und physikalisch -medizinische Behandlungen in der Frühmobilisation im Akutkrankenhaus.
  • Die Phase II folgt meist stationär im Anschluss an das Akutkrankenhaus. Die ambulante Rehabilitation stellt in dieser Phase eine wünschenswerte Ergänzung zur stationären Rehabilitation dar.
  • Die Phase III dient der Stabilisierung der erreichten Effekte sowie der langfristig positiven Veränderung des Lebensstils zur Vermeidung neuer Erkrankungen im Rahmen einer wohnortnahen Rehabilitation in entsprechenden Einrichtungen. Der unverzichtbare Kern der ambulanten pulmonalen Phase III –Rehabilitation sind die medizinische Trainingstherapie mit Ausdauer- und Krafttraining der Skelettmuskulatur und das Atemmuskeltraining.
  • Die Phase IV bezeichnet die langfristige ambulante Nachsorge, die ohne ärztliche Aufsicht erfolgen kann. Sie wird lebenslang fortgesetzt. Die gesetzlichen Grundlagen zur Rehabilitation sind im Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz sowie im Gewerblichen-, Bauern- und Beamten- Kranken- und Unfallversicherungsgesetz geregelt.

Stationäre oder ambulante Rehabilitation?

Stationäre Rehabilitation

Der Rehabilitand wird unmittelbar nach oder innerhalb von 12 Wochen im Anschluss an einen Spitalsaufenthalt in einer Spezialeinrichtung aufgenommen, wenn ein stabiler Krankheitszustand erreicht ist. Reha –Maßnahmen werden 2 bis 3 Stunden täglich durchgeführt.

Ambulante Rehabilitation

Sie umfasst alle „nicht stationären“ Angebote, d.h. der Rehabilitand/die Rehabilitandin übernachtet nicht in der Einrichtung. Er/sie muss also über eine entsprechende Mobilität verfügen, und die häusliche Versorgung muss gesichert sein. Das familiäre und übrige soziale Umfeld der Patienten können leichter berücksichtigt werden.