Asthma

COVID-19 Impfung bei Asthma?

Die gute Nachricht:

Es gibt keine Bedenken gegenüber einer Corona Impfung für Menschen mit einer Asthma Erkrankung. Laut Österreichischem Impfplan für COVID-19 sollen sie als Personen mit Vorerkrankungen priorisiert in Phase 2 geimpft werden.

Wirkmechanismen der Corona-Impfungen

In Österreich sind zwei mRNA-Impfstoffe sowie ein Vektor-Impfstoff zugelassen. Erstere enthalten - anders als viele andere Impfstoffe - nicht das Virus selbst, sondern nur einen kleinen Teil seines genetischen Bauplans, ein Stück der Boten-Ribonukleinsäure (mRNA) des Coronavirus. Diese für die Impfung in winzige Fettkügelchen verpackte mRNA wird von den Körperzellen aufgenommen und ein Bestandteil des Virus (Spike Protein) wird anhand des genetischen Bauplans in den Körperzellen produziert. Dieser Virusbestandteil wird von den Abwehrzellen des Immunsystems als fremd erkannt und bekämpft. Bei Vektor-Impfstoffen gelangt ebenfalls der genetische Bauplan verpackt im Erbgut von harmlosen Adenoviren in die Körperzellen. Danach laufen dieselben Prozesse in den Körperzellen ab wie bei der Impfung mit mRNA-Impfstoffen.

Sicher für Asthma-Patienten

Die Vakzine wurden an Menschen mit chronischen Erkrankungen und an Menschen verschiedener Altersgruppen einschließlich älterer Menschen getestet und gelten als sicher und hinsichtlich Nebenwirkungen prinzipiell gut verträglich. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Impfung mit einem anderen Medikament interagiert. Für Asthma Patienten bedeutet das, dass sie andere für sie empfohlene Impfungen in Anspruch nehmen und ihre gewohnte Therapie weiter fortsetzen können und es auch sollen. Das gilt auch für die Behandlung mit Biologika und für die subkutane Hyposensibilisierungstherapie, bei denen aber zwischen Impfung und Medikamentengabe ein Abstand von einer Woche eingehalten werden sollte. Bei einer sublingualen Immuntherapie wird empfohlen, ein bis zwei Tage zu pausieren, nachdem man geimpft wurde, und bei einer Behandlung mit Immunsuppressiva – etwa bei schwerem allergischem Asthma - sollte man sich vor der Impfung mit dem behandelnden Arzt beraten. Tun Sie das auch, wenn Sie schon einmal eine gravierende allergische Reaktion gegen eine Impfung erlebt haben. Das kann bei jeder Impfung in sehr seltenen Fällen (ein Fall auf 100.000 bis eine Million Impfungen) passieren und erfordert medizinische Intervention bei Atemnot und Kreislaufproblemen. Auch darum wird Betroffenen eine längere Nachbeobachtung von ca. 30 Minuten in der Impf-Ordination empfohlen.


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