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Grippe oder Corona?

Husten, Schnupfen, Fieber: Wer wollte nicht wissen, ob es Corona oder die echte Grippe (Influenza) ist? Sicher haben Sie mittlerweile erfahren, dass es keinen typischen Verlauf nach einer Infektion mit dem Sars-CoV-2-Erreger gibt. Als Betroffener einer chronischen Atemwegserkrankung ist Ihnen vermutlich auch klar, dass Menschen mit COPD oder Asthma Viren schlechter selbst bekämpfen können, da ihre Lungenschleimhaut durch die bereits bestehende Erkrankung abwehrgeschwächt ist. Was daher leider als sicher gilt: Sie gehören zu einer Risikogruppe in Bezug auf Grippe und Corona, denn beides sind Erkrankungen, bei denen die Atemwege angegriffen werden.

Gemeinsamkeiten von Grippe und Corona

Auch sonst haben Influenza und Covid-19 viele Gemeinsamkeiten: Trockener Husten, Schnupfen, Fieber, Abgeschlagenheit, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen - all das sind laut Weltgesundheitsorganisation WHO gemeinsame Symptome von Grippe und Corona. Und: Auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können in selteneren Fällen sowohl für eine Influenza als auch für Sars-CoV-2 sprechen. Wussten Sie aber auch, dass beide Erkrankungen zudem zu einer gefährlichen Lungenentzündung führen, weitere Organe schädigen und auf den ganzen Körper übergreifen können?

Unterschiede zwischen Grippe und Corona

Trotzdem ist Covid-19 noch bedrohlicher als die Influenza. Wie aber kann man nun die beiden Erkrankungen tatsächlich voneinander unterscheiden? Da ist zum einen eine Differenz in der Zeit, die von der Infektion bis zum Auftreten erster Symptome vergeht. Die Vakzinologin Ursula Wiedermann- Schmidt von der Medizinischen Universität Wien dazu: „Die Influenza hat eine Inkubationszeit von einem bis drei, Covid-19 eine Inkubationszeit von fünf bis sechs Tagen.“ Immer wieder machen die Experten auch auf einen weiteren Unterschied aufmerksam, und der betrifft Störungen des Geschmacks- und Geruchssinns. Vor allem dann, wenn Sie diese schon zu Beginn der Erkrankung und nicht erst bei längerer Dauer verspüren, könnte es sich um Corona handeln. Unterschiede gibt es zudem im Verlauf der beiden Erkrankungen, und: „Folgeschäden an Lunge, Leber, Niere und zentralem Nervensystem treten bei Covid-19 im Gegensatz zur Grippe relativ häufig auf“, so die Experten der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES).

Atemwegspatienten brauchen besonderen Schutz

Keine Frage aber, dass beide Erkrankungen sehr gefährlich sind, und dass Schutz vor Corona und Grippe für Sie als Atemwegspatient besonders wichtig ist. Sie fragen sich vielleicht auch, wie Sie Ansteckungsgefahr und Übertragung vermeiden können. Nun - sowohl Sars-CoV-2 als auch die Grippe werden hauptsächlich durch Tröpfchen übertragen, die Infizierte beim Sprechen, Husten, Niesen oder Atmen ausstoßen. Klar also, dass es für Sie, vor allem solange Sie noch nicht geimpft sind, darum geht, Kontakte so weit wie möglich zu vermeiden und sich selbst mit einer FFP2-Maske zu schützen! Das hält sowohl Influenza als auch Corona hintan.


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