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Die Behandlung und Therapie von Nasenpolypen richtet sich nicht nur nach der Größe der Wucherungen, sondern vor allem nach den Symptomen, dem Ausmaß der Entzündung, möglichen Begleiterkrankungen wie Asthma bronchiale und der Frage, wie gut bisherige Medikamente wirken.
atemwege.at Redaktion, 12.05.2025
In der Regel beginnt die Therapie mit kortisonhaltigen Nasensprays oder -tropfen und häufig ergänzend mit salzhaltigen Nasenduschen oder -sprays. Ziel ist es, die Nasenschleimhaut zu beruhigen, die Entzündung zu verringern und die Beschwerden in Nase und Nasennebenhöhlen möglichst gut zu kontrollieren.
Wenn die Beschwerden stärker ausgeprägt sind oder sich mit der Basistherapie nicht ausreichend bessern, kann zusätzlich Kortison in Tablettenform eingesetzt werden. Diese Behandlung erfolgt in der Regel nur kurzfristig.
Reichen Medikamente nicht aus oder sind die Polypen stärker ausgeprägt, kann eine Operation sinnvoll sein. Dabei werden die Polypen entfernt und die Belüftung der Nasennebenhöhlen verbessert.
Bei schweren oder wiederkehrenden Beschwerden kann auch eine Behandlung mit Biologika infrage kommen. Biologika sind gezielt entwickelte Medikamente aus biologischer Basis. Sie greifen sehr spezifisch in Entzündungsprozesse ein, indem sie einzelne Botenstoffe oder Signalwege blockieren.
Welche Therapie für Sie infrage kommt, entscheidet Ihre HNO-Ärztin oder Ihr HNO-Arzt gemeinsam mit Ihnen. Grundlage dafür ist ein stufenweises Vorgehen.
Am Anfang steht meist eine Basistherapie. Erst wenn sich die Beschwerden damit nicht ausreichend bessern, wird die Behandlung erweitert oder angepasst.
Dabei spielen unter anderem folgende Fragen eine Rolle:
Wie stark sind Ihre Beschwerden?
Wie sehr beeinträchtigen sie Ihren Alltag?
Wie gut sprechen Sie auf bisherige Therapien an?
So entsteht Schritt für Schritt ein Behandlungsplan, der zu Ihrer persönlichen Situation passt.
Wenn Sie die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten kennen, fällt es leichter, Therapieentscheidungen nachzuvollziehen und aktiv an der Behandlung mitzuwirken. Gleichzeitig hilft ein guter Überblick dabei, realistische Erwartungen zu entwickeln und Veränderungen besser einzuordnen.
Nasenpolypen lassen sich nicht in jedem Fall sicher verhindern. Es kann jedoch helfen, die Nasenschleimhaut möglichst wenig zusätzlich zu reizen und bestehende Erkrankungen wie Allergien, Asthma oder wiederkehrende Infektionen der Nasennebenhöhlen ebenfalls behandeln zu lassen. Auch die regelmäßige Anwendung empfohlener Nasensprays oder Nasenduschen kann dazu beitragen, die Schleimhaut zu entlasten und Beschwerden möglichst gering zu halten.
Zusätzlich kann es sinnvoll sein, bekannte Reizfaktoren nach Möglichkeit zu meiden. Dazu gehören zum Beispiel Zigarettenrauch oder stark reizende Duft- und Reinigungsstoffe, die die Nase und die Nasenwege belasten können. Hausmittel allein ersetzen keine medizinische Therapie, können aber unter bestimmten Umständen unterstützend mitwirken, wenn sie mit der behandelnden HNO-Ärztin oder dem HNO-Arzt abgestimmt werden.
Wie Sie langfristig gut mit Nasenpolypen leben können, finden Sie in diesem Artikel:
Nasenpolypen sind in der Regel gutartig und nicht automatisch gefährlich. Unbehandelt können sie aber die Nasenatmung dauerhaft behindern, Geruchsverlust, Kopfschmerzen, Druck im Gesicht oder wiederkehrende Nasennebenhöhlenentzündungen begünstigen und damit die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Bei Menschen mit Asthma kann sich im Zusammenhang mit den Polypen auch die Kontrolle der unteren Atemwege verschlechtern.
Besonders wichtig ist eine sorgfältige Untersuchung, wenn Veränderungen nur einseitig in der Nasenhöhle auftreten oder sich rasch verändern. Dann sollte ein Arzt ausschließen, dass hinter den vermeintlichen Wucherungen andere Ursachen stecken. Insgesamt gilt: Nasenpolypen sind meist gut behandelbar, sollten bei anhaltenden Symptomen aber nicht unbeachtet bleiben.
AT-16796 04/2026
atemwege.at Redaktion, 12.05.2025
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https://gaapp.org/de/diseases/type2inflammatorydiseases/nasal-polyps