Die Symptome beschränken sich nicht nur auf die physische Gesundheit allein.
Mögliche Begleitbeschwerden sind außerdem:
Müdigkeit und schnelle Erschöpfung:
Vor allem dann, wenn die Atmung und der Schlaf dauerhaft gestört sind.
Konzentrationsstörungen und Leistungsabfall:
Die anhaltenden Beschwerden können sich auch im Alltag, in der Arbeit oder in der Schule bemerkbar machen.
Niedergeschlagenheit oder Frust:
Wenn Beschwerden über längere Zeit bestehen, kann dies auch das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensqualität spürbar beeinträchtigen.
Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?
Eine ärztliche Abklärung ist besonders ratsam, wenn:
die Nase über längere Zeit spürbar verstopft ist
Beschwerden nicht von selbst abklingen
Druck oder Schmerzen im Bereich der Nasennebenhöhlen auftreten
vermehrt Sekret aus der Nase oder in den Rachen läuft
Nicht immer stecken Nasenpolypen hinter solchen Beschwerden. Gerade deshalb ist eine frühzeitige Untersuchung wichtig, um die Ursache zu erkennen und die passende Behandlung einzuleiten.
Wie stellt die Ärztin/der Arzt die Diagnose?
Die Diagnose von Nasenpolypen erfolgt durch eine Fachärztin oder einen Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO). Am Anfang steht ein ausführliches ärztliches Gespräch, bei dem Beschwerden, ihre Dauer und die Auswirkungen auf den Alltag aufgenommen werden. Anschließend wird die Nase untersucht. Dies geschieht in zwei Schritten, beginnend mit der Untersuchung mit einem Nasenspekulum. Die Nase wird gespreizt, um einen ersten visuellen Eindruck zu gewinnen. Bestätigt sich hier der Verdacht auf Nasenpolypen, so folgt eine Nasenendoskopie, bei der die Schleimhaut und mögliche Polypen mit einem dünnen optischen Instrument (Endoskop) genauer betrachtet werden. So gelingt eine genauere Beurteilung. Um Lage, Schweregrad und Ausmaß der Veränderungen in den Nasennebenhöhlen noch besser einschätzen zu können, wird bei Bedarf zusätzlich eine Computertomografie (CT) angeordnet. Je nach Befund können ergänzende Untersuchungen wie etwa ein Riech- oder Allergietest sinnvoll sein. Wenn Zusammenhänge mit Asthma vermutet werden, wird eine Lungenfunktionsuntersuchung beim Lungenfacharzt empfohlen.
Wichtig ist es, andere Ursachen für einseitige oder auffällige Veränderungen auszuschließen, da hinter vermeintlichen Nasenpolypen in seltenen Fällen auch andere Gewebeveränderungen oder Tumore stecken können.
Was passiert bei Nichtbehandlung von Nasenpolypen?
Bleiben Nasenpolypen unbehandelt, können sich die Beschwerden im Verlauf verstärken. Häufig kommt es zu einer dauerhaft eingeschränkten Nasenatmung, einem verminderten oder fehlenden Geruchssinn sowie zu wiederkehrenden Entzündungen der Nasennebenhöhlen. Auch Schlaf, Konzentration und allgemeines Wohlbefinden können in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei Menschen mit Asthma können sich zusätzlich auch die Beschwerden der unteren Atemwege (Lunge, Bronchien) verschlechtern. Nasenpolypen sind zwar meist gutartig, sollten bei anhaltenden Beschwerden jedoch nicht unbeachtet bleiben.
Sind Nasenpolypen heilbar?
Nasenpolypen lassen sich heute in vielen Fällen gut behandeln, aber nicht immer dauerhaft heilen. Da sie meist mit einer chronischen Entzündung der Nasenschleimhaut verbunden sind, können sie trotz erfolgreicher Therapie oder nach einer Operation erneut auftreten. Ziel der Behandlung ist deshalb vor allem, die Erkrankung möglichst gut zu kontrollieren, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Dafür stehen heute verschiedene wirksame Therapien zur Verfügung, von kortisonhaltigen Nasensprays bis hin zu operativen Verfahren und modernen Biologika bei schweren Verläufen.
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Therapieformen und Behandlung